Am 26. Jänner 2026 fand im IBI-Euregio Kompetenzzentrum eine spezialisierte Schulung zum Thema wasserundurchlässige Betonbauwerke statt. Die Teilnehmenden erhielten fundierte Einblicke in die technischen Anforderungen und die praktische Umsetzung der sogenannten „Weißen Wanne“.

Nach der Begrüßung durch Präsident Werner Kusstatscher (Concrete – Betonvereinigung) erläuterte Ing. Stephan Laimer (ZZW ZEMTECH-ZEMENTOL), welcher Beton sich für diese Bauweise eignet und welche Eigenschaften dabei entscheidend sind. Im Fokus standen technische Parameter wie Wasserzementwert, Wassergehalt, Konsistenz und Frischbetontemperatur sowie die Entwicklung der Hydratationswärme und deren Einfluss auf das Bauteil. Zudem wurden typische Herausforderungen wie die Anschlussausbildung am Wandfuß, das Risiko von Entmischung oder Bluten beim Einbau sowie die Kombination mit Sichtbetonanforderungen behandelt. Ein Überblick über geltende Normen und Expositionsklassen rundete den theoretischen Teil ab.

Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigte Simon Pliger (Institut Südtiroler Baustofftechnologie – ISB) anhand einer Praxisvorführung, wie die Qualität von WU-Beton überprüft wird. Dabei wurden die Frischbetonprüfung sowie die Messung der Wassereindringtiefe anschaulich erklärt.

Das Seminar machte deutlich, dass bei wasserundurchlässigen Bauwerken die richtige Materialwahl und eine sorgfältige Ausführung untrennbar miteinander verbunden sind. Wir danken allen Referenten und Teilnehmenden für den fachlichen Austausch und den gelungenen Schulungstag.